Unsere Lesung im Seniorenheim „Spreetalhof“

Am 24. September 2025 war das Tagebuch- und Erinnerungsarchiv Berlin e.V. (TEA) zu Gast im Seniorenheim „Spreetalhof“ in Altglienicke. „Wen kümmern heute noch Tagebücher?“ war das Thema unserer Lesung für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Foto: Fünf Personen sitzen im Halbkreis und lesen vor. Gegenüber sitzt ein Teil der Zuhörer.
Seniorenheim »Spreetalhof«: Ehrenamtliche von TEA lesen aus Tagebüchern.
Foto: Fünf Personen sitzen im Halbkreis und lesen vor. Gegenüber sitzt ein Teil der Zuhörer.
Vorleser und Zuhörer sprechen über Tagebücher.

Ein Tagebuch ist Begleiter durch das Leben und bewahrt die Erinnerungen auf unterschiedlichste Art und Weise auf. Neben den privaten Erlebnissen in der Familie, auf der Arbeit, im Alltag findet man viele Hinweise auf zeithistorische Gegebenheiten. Sie zeigen das Lebensgefühl der jeweiligen Zeit und sind damit ein Zeugnis der Alltagskultur dieser Epoche.

In unserem Archiv gibt es inzwischen mehr als 1.000 Tagebücher. Die meisten sind handschriftlich, oft in alter deutscher Schrift oder sogar in Kurzschrift, nur wenige wurden maschinell geschrieben. Sie sind ein wahrer Schatz, weil sie die Kultur, die Werte, Meinungen, Bedürfnisse und Sitten verschiedener Menschen widerspiegeln. Sie sind Gespräche unter vier Augen, an denen wir Sie in einigen Ausschnitten teilhaben lassen.

20 Bewohnerinnen und Bewohner des „Spreetalhofs“ haben der Lesung zugehört und mit den TEA-Ehrenamtlichen darüber gesprochen – eine weitere Lesung zu einem anderen Thema ist geplant.

Möglich gemacht hat die Lesung das Bezirksamt Treptow-Köpenick durch eine Förderung von TEA über die Kiezkasse Altglienicke. Anlass für die Lesung war der Welt-Alzheimertag, der jedes Jahr am 21. September stattfindet.